Vortrag mit Dr. Claudia Müller-Ebeling
Tiere sicherten das Überleben der Menschheit. Sie stehen im Mittelpunkt der frappierend naturalistischen Höhlenmalereien unserer ältesten Vorfahren, die als Jäger ihrer Fährte folgten. Kinder beglückt ihre Nähe im Zoo und Zirkus. Sie begleiten uns als Nutz- und Haustiere und schenken Kranken und Alten bedingungslose Zuwendung. Im Verhältnis zu Tieren gibt es einen wesentlichen Unterschied: Schamanische Kulturen interessiert, wie und was sie von Tieren lernen können. Uns interessiert, inwiefern sie uns nützen.
Die Ethnologin und Autorin illustriert die archaische Bedeutung von Tieren. Sie geht auf die symbolische Bedeutung unserer tierischen Verwandten und Tierverbündete der Schamanen ein. Sie erörtert das große Interesse an Krafttieren und erklärt, wie und was schamanische Kulturen von ihnen lernten. Der Vortrag beschränkt sich nicht auf eine zurückliegende Idylle des schamanischen Einklangs von Mensch und Tier. Er thematisiert auch kritische Aspekte: Die zunehmende Entfremdung von unseren tierischen Verwandten, die juristisch als 'Sache' betrachtet werden; den schamanischen Hintergrund von Tieropfern und die vegetarische Ernährung als Signal gegen Massentierhaltung und Rodung von Regenwäldern für die lukrative Viehhaltung.
Literaturempfehlung:
Müller-Ebeling, Claudia und Christian Rätsch, Die Tiere der Schamanen, Aarau: AT 2011.
Weitere Infos unter: www.claudia-mueller-ebeling.de
| Datum | Freitag, 23. März 2012 |
| Zeit | 19.00 - 20.20 Uhr |
| Kosten | CHF 25.- |
| Anmeldung | per Mail, telefonisch, auch Abendkasse möglich |
